Chronik des HCV

5. Saison 1998 - 1999


Hig-Hig Helau 5 Jahre HCV!!

"Da lacht sogar der Neptun", lautete das Motto der Saison, und alle konnten es so richtig auskosten! Und wäre der steinerne Geselle aus Fleisch und Blut, hätte der HCV sicher Recht behalten. Bei der Festsitzung blieb kaum ein Auge trocken. Der Saal war fast bis auf den letzten Platz besetzt. Obwohl sich der eine oder andere Bürger vielleicht den Rosenmontag als "Ausgehtag" vorgemerkt hat.
Eine herrlich geschmückte Bühne im "Mainzer Hof", auf der eigentlich alles zu finden war, was für die "Heiligenstädter Möhrenkönige" prägnant ist, präsentierte sich. Angefangen von der Möhre, über den Ziegenbock, bunte Luftballons in den Farben der Heiligenstädter Stadtfahne und anderes mehr. Auch die Titelfigur des diesjährigen Slogan fehlte nicht. In Fast- Lebensgröße, etwas verändert in seiner Gestalt, zeigte sich der Neptun dominant auf der närrischen Bühne. Und für dieses hervorragende Bühnenbild erhielt Manfred Koch, Mitglied des Elferates, einen Orden. Schirmherr So, wie auch Bürgermeister Bernd Beck. Ihn sollte dieser Heiligenstädter Orden animieren, nicht unbedingt nach Köln zu fahren, und sich dort einen solchen zu holen (!). Ausserdem bekam er noch einen riesengroßen Regenschirm von Hans- Gerd Adler überreicht, weil er der Schirmherr der Veranstaltung war. Zug um Zug präsentierte sich dann das große Festprogramm. Auf eines war der HCV ganz besoners stolz: Die neue Vereinsfahne wurde an diesem Abend erstmals der Öffentlichkeit präsentiert. Unter dieser Fahne begann dann das ganze Spektakel.
Nach dem Einzug des Elferates und der Begrüßung der Neptun- Fans, erklang der Büttenmarsch zum Mitsingen- und die Stimmung war da. Sie wurde aufgeheizt durch Büttenreden en gros. Als erstes kam "der freche Kanal" mit Wahrheiten im wahrsten Sinne. Uta Schubert machte sich Gedanken: "Daß Bürgermeister Beck Öffentlichkeit liebt, dafür ist er bekannt, deshalb wird der Kanal auch TV- Beck genannt." Wie schon immer, verstand sie es, auch dieses Jahr wieder hervorragend alle Schwächen des Bürgermeisters und seines Gefolges kritisch unter die Lupe zu nehmen. Wie sie sagte, informiere sie nicht über Sex und peep, aber alles, was danach kommt, zog sie durch den Kakao. Sie machte nicht halt vor den Geldern der Politiker, ihrem liebsten Kind, vor dem Misch- Masch Rot/Grün, der Rechtschreibreform und schon gar nicht vor dem Bürgermeister, der, wie sie es formulierte, mit seinem Temperament die Rathausruhe stört. Auch den Pleitegeier ließ sie kreisen über Heiligenstadt, wobei auch das Kurmittelhaus nicht verschont blieb. "Geldmöpse" mit dicker Brieftasche wurden angesprochen und die neuen Stelen in der oberen Wilhelmstraße, die, wie sie es formulierte, wie die Beine von ... aussehen. Doch nicht nur die Mitglieder des HCV kamen in der Bütt' zu Worte. Zwei Heiligenstädter Vereine waren am Abend eingeladen und durften auch zum Programm beitragen- der Heiligenstädter Eisenbahnverein und die Eichsfelder Wanderfreunde. TV Uralt Ursula Blanke vom Wanderverein ein Mitglied vom Eisenbahnverein sorgten für ein Training der Lachmuskeln. Gefehlt haben auch die Olympia­ Classik- Turner anno 1899 nicht. Der Turnverein "Uralt" posierte sich, löste Lachsalven über Lachsalven aus. Thomas Heddergott berichtete in der Bütt', worüber der Laektumes auch noch lacht. Zwei alte Bekannte aus dem Schöllbachkaffee trafen sich. Auch sie hatten Lustiges zu erzählen. Dann kam unter anderem Carmen und mit ihr kam das Blut in Wallung, ein Zustand, der an diesem Abend eigentlich ganz normal war. Zum ersten Malwurde die Heiligenstädter Soleprinzessin (Heike Marx) vorgestellt. Alles, was vorgetragen und vorgestellt wurde, ließ die Herzen der Besucher höherschlagen. Und dann im Finale sah man alle Künstler des Abends noch einmal als geballte Ladung. Es war ein Super- Abend, den der inzwischen 56 Mitglieder zählende Verein organisierte. Mottolied "Da lacht sogar Laektumes ".


4. Saison 1997 - 1998

"Tari! Tara! Helau! Heut' werden wir alle blau! Die ganze Stadt feiert Karneval, wie kann's auch anders sein" - so schallte es im Mainzer Hof zur vierten großen Koooperationssitzung. Gemeinsam mit den Narren und Narrelesen aus Gernrode, Uder und Helmsdorf ließ der HCV die "fünfte Jahreszeit" aufleben. Unter dem Motto "Eichsfeld wie es singt und lacht", eine Anspielung an die ehemalige Zugehörigkeit zu Mainz, stand für die Aktiven Frohsinn und Heiterkeit im Mittelpunkt. 98sonst12 Erstmals präsentierte sich die neue Kindergarde, "Die roten Fünkchen", ihr Auftritt war ein voller Erfolg. Die Büttenredner Uta Schubert, Heinrich Merling, Karl-Josef Gerling, um nur einige zu nennen, sorgten dafür, daß auch die neuesten und kuriosesten Nachrichten aus Stadthaus und Kureinrichtung unter das närrische Volk kommen. Ein wahres Kunstwerk war das Bühnenbild, daß das Motto "Auf der Mauer, auf der Lauer" widerspiegelt. Viel Arbeit, Zeit und künstlerisches Know- how wurde investiert. Sabine Dreiling hielt ihre Funkengarde Blau- Weiß und die kleinen Nachwuchstänzerinnen, die "Roten Funken", mit modernen und flotten Rhythmen in Schwung. Bis alles Bühnenreif war, mußte so manche harte Übungsstunde absolviert werden. Das war unser Lied der Saison:

Auf der Mauer, auf der Lauer, da liegt ja so ein Irgendwas.
Auf der Mauer, auf der Lauer, ach, herrje, was ist denn das?
Auf der Mauer, auf der Lauer, liegt ja so ein Ding.
Doch wenn das Ding da runterkracht,
ja, dann ist das Ding kapuddewuddewutt, kapuddewuddewutt, kapuddewuddewutt,
ja, dann ist das Ding kapuddewuddewutt, ja, dann ist das Ding kaputt!
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3. Saison 1996 - 1997

Im fast ausverkauften Saal des Eichsfelder Kulturhauses tummelten sich bei bester Laune zahlreiche kostümierte Närrinnen und Narrhalesen. Der Präsident des HCV, Hans-Gerd Adler, begrüßte nach dem Einmarsch des Elferates und der Funkengarde "Blau-Weiß" die Gäste und wünschte Frohsinn und gute Laune bei dem dreistündigen Programm.
Das Motto der Saison 1996/97 "Einigkeit macht stark", so der Präsident, werde nur der verstehen, der eine positive innere Einstellung zu Freude, Gemeinsamkeit und Geselligkeit habe.
Die lustigen Weiber des HCV hatten mit "Helmut, wir komm'n nach Bonn" die Mitsänger auf ihrer Seite.
"Vom Himmel hoch, da kam sie her", die Büttenrednerin Uta Schubert. Im Engelskostüm erzählte sie von ihren Rundflügen über das Eichsfeld. Gar garstige Sachen hat sie dabei erfahren. Eine flotte Sohle legte die Tanzgruppe des Gymnastik- und Modern Dance e.V. unter der Leitung von Sabine Dreiling zu dem Hit "Der Berg ruft" auf das Parkett.
Ein Ballonflieger, zwei deutsche Urlauber, die Ibergsänger sowie ein "Negeraufstand im EKH" und weitere humoristische Beiträge verbreiteten Hochstimmung. Besonders viel Beifall fanden auch "die streunenden Katzen von Heiligenstadt", die sich nach bekannten Musical- Melodien geschmeidig durch den Saal bewegten.
Krönung des Abends war die Prämierung des besten Kostüms. Den 1. Preis, einen Fernseher, nahm Bauchtänzerin Susanne Koch aus Thalwenden mit nach Hause. Schluß mit der Vorherrschaft des männlichen Elferrats beim Heiligenstädter Carnevalsverein machten elf fröhliche Emanzen am Rosenmontag beim närrischen Abend. Sie nahmen den Herren das Zepter aus der Hand, legten sie in Ketten und verlängerten eigenmächtig die Kußfreiheit. Mit einem Kuß konnten die "schweren Jungs" auch von ihren schweren Ketten befreit werden.

Büttenabend am 16.11.1996: "Stets neue Kurschatten"- Narren verkündeten tolle Neuigkeiten. Einigkeit macht stark" heißt das Motto des Heiligenstädter Karnevalvereins für die neue Saison. Daß sich die Narren gemäss des neuen Mottos einig sind, kräftig Humor versprühen zu wollen, wurde am 1. Büttenabend im "Eichsfelder Hof' schnell klar. "Ein starkes Programm, das zur Einigkeit führt", begeisterte nonstop den Saal. Doch bevor HCV- Präsident Hans-Gerd Adler "Neues vom Landschreiber" oder "Paris in Heiligenstadt" versprach, gratulierte er Beatrix Müller aus der Funkengarde zum 18. Geburtstag. Daß der Präsident dabei die seit Machtergreifung der Narren geltende Kußfreiheit weidlich nutzte, sei nicht verschwiegen. Zur Feder hatte der Rote Zwehl' alias Karl-Josef Gerling, gegriffen, um Neues zu notieren. Er fand, daß die Verbindung zwischen Kurklinik I und II einer "Kirchenkanzel" oder einem "Kirmesklo" ähnele, dienlich dem Heimensteiner Spektakel, und befürchtete bei letzterer Interpretation fatale Folgen. Durch die "närrische Zeitlupe" schaute Uta Schubert. Entdeckt hat sie, daß es im Landratsamt drei neue Gruppen gibt: "HIGer, WBSer und die aus dem Westen - mit der Einigkeit steht es da auch nicht zum Besten". Sie würdigte des Bürgermeisters und des Kurdirektors Mühen um eine anziehende Stadt. Selbst der Vatikan, wußte sie, bekam Werbeprospekte. Und der Kurchef lasse gar wöchentlich neue Kurschatten einfliegen. Für Spaß sorgten noch viele andere Karnevalisten, unter ihnen die Klatschtanten Heidemarie Liepe und Maria Kaufhold. Der Elferrat übrigens durfte sich an dem Abend neue Kappen aufsetzen. Die stiftete der "Mengelröder Sonnenwirt".
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2. Saison 1995 - 1996

Wozu im Fernsehen den Mainzern zuschauen? Warum in diesen Tagen wehmütig in Richtung Rhein "schielen"? Die heimischen Närrinnen und Narren traten den Beweis an, daß Heiligenstadt auf einem guten Weg ist, wieder eine exponierte Stellung im Faschingsgeschehen der Region einzunehmen. Der HCV erhielt beim großen Gemeinschaftsabend ,"Das Eichsfeld' wie es singt und lacht" in diesem Bestreben tatkräftige Unterstützung des Uderaner, des Berlingeröder und des Batterschen Carnevalclubs aus Breitenworbis. Als Vertreterin letzteren Clubs etwa spaltete Ilona Walter als "echte Battersche" in ihrer "Abrechnung mit dem Mann" von der Bütt aus das Lager, um aber doch wie in dem berühmten Lied zu dem Schluß zu kommen, daß die Männer zwar alle Verbrecher, aber doch ganz lieb sind. Die Berlingeröder Abordnung, angeführt von Präsident Johannes Ertmer, bestach vor allem mit den "Perlen des BCC", einem Ballett der Extraklasse. Sagenhaft, was die Damen und Herren zu bekannten Melodien ("New York, New York", "West-Side-Story") auf die Bühne zauberten. Sechsmal präsentierten sie sich dabei in neuen, prächtigen Kostümen.

Von Uderaner Seite hatte gleich zu Beginn Günter Meising die Lacher auf seiner Seite. Als "Pater Braun" marschierte er in Kutte und mit Sonnenbrille zur Henry- Maske- Melodie ein, um unter anderem von den Erlebnissen bei seiner Kur ("Nachtstuhl gefällig?" - "Nein, ich schlafe lieber im Bett!") zu berichten. "Kuret hin in Frieden" waren seine letzten Worte an die Heiligenstädter...

Zu Hochform liefen im gut besuchten Saal des Mainzer Hofs natürlich die "Lokalmatadoren" vom HCV auf. Die Funkengarde "Blau-Weiß" brachte schon am Anfang den richtigen Schwung unter die Narren, Gerd Adler moderierte als Präsident soverän und unterhaltsam vom Elferrat aus. Sein im Grußwort geäußerter Wunsch, daß der Abend einen vereinenden Beitrag leisten möge, wurde sicher erfüllt.

Knisternde Spannung dann, als Uta Schubert in die Bütt stieg. Was würde es diesmal in ihrer "Närrischen Zeitlupe" wieder an Neuigkeiten aus dem Stadthaus geben...? Einen Bürgermeister Bernd Beck zum Beispiel, der heimlich das Spieglein an der Wand befragt, wer der beste Bürgermeister und welche die schönste Stadt im ganzen Land sei. Natürlich fiel, so Uta Schubert, die Antwort positiv aus - in der Stadt mit einer Verwaltung, die "nach außen scheint als heiles Licht, das Chaos im Inneren sieht man nicht". Nur bei einer Sache frage sie sich, ob das wohl ein Windei sei, wenn das Wochenblatt verkündet, daß Heiligenstadt im Jahre 2010 rund 200000 Einwohner haben soll? Ihre Antwort: klar, man wird einfach Göttingen eingemeinden!

Das Motto der Veranstaltung "Verraten und verkauft" nahmen Thomas Heddergott, Heinrich Merling und Heinz Thüne zum Titel für ihren Sketch, in dem sie als Unternehmer Jürgen Schneider, Arbeiter Max Fleißig und Politiker Dieter Neuhaus im Jahre sieben nach der Wende kabarettreif die derzeitige Situation hierzulande beleuchteten. Kostprobe: "Wir wollen eine schlanke Verwaltung und eine schlanke Produktion," fordern die Männer in den Anzügen. "Den schlanken Arbeitnehmer habt ihr ja schon...", kontert der Arbeiter. "Wir sind verraten und verkauft, drum laßt uns fröhlich sein, laßt Euch die Stimmung nicht verderben!" brachte es das Trio im gemeinsamen Lied auf den Pukkt. Heddergott kam später noch einmal zurück auf die Bühne und brauchte zunächst mit dem Nierenstein- Lied (zur Melodie von "Herzilein") zum Schunkeln nicht mehr lange aufzufordern. In seiner Reeperbahn- Song- Umdichtung "Auf dem Wilhelm um 20 nach vier" schließlich die Textzeile, die vielen Gästen nachher im Ohr geklungen haben mag: "Wer nicht im Mainzer Hof war, nicht die Uderschen, Batterschen, Berlingeröder und Heiligenstädter gesehen hat, ist ein armer Wicht, denn er kennt sie nicht, die Narren wie dich und wie mich."

Gut besucht war auch der Kostümball am Rosenmontag. Sechs rosige Schweinchen gelangten auf Platz 1 bei der Kostümprämierung- als Preisgeld entschieden sie sich natürlich für eine gut gefüllte Wurstkiste.

1. Saison 1994 - 1995


"Hurra, Hurra, der HCV ist wieder da" - das war das Motto der Saison. Über 300 Gäste, unter ihnen auch Bundestagsabgeordneter Manfred Grund und Bürgermeister Bernd Beck, schunkelten, sangen und tanzten begeistert beim ersten großen Faschingsabend im Mainzer Hof. 95sonst011Für die Stimmung und Unterhaltung sorgten dabei die Aktiven des HCV, des Carnevalclubs Uder, des Günteröder CV und des Batterschen Carnevalclubs. Insgesamt 21 Programmpunkte sorgten dafür, daß die Stimmung im vollbesetzten Saal von Minute zu Minute stieg.

Beifall auch gleich zu Beginn für die Garde in ihren neuen, schmucken blau- weißen Uniformen. Als Landschreiber trat Karl- Josef Gerling in die Bütt und brachte reichlich neue Anekdoten zum Besten.

Eine Klasse für sich war das Günteröder Männerballett. Als Haremsdamen umringte es seinen Sultan und legte einen Bauchtanz hin, der sich sehen lassen konnte. Heiterkeit weckte auch die "Weihnachtsfeuerwehr", die aus Kalteneber anrückte. Musikalisch lieferte sie den Beweis, daß es wichtiger ist, erst den eigenen Brand zu löschen, danach die Scheune.

Einen eigenen Fanclub hatte Uta Schubert dabei. Sie hatte als Grünspecht Heiteres aus der Verwaltung und aus dem Rathaus zuberichten. Beifall auch für die Aktiven Benno Schmidt, Heinrich Merling und Günther Meisling für ihre gekonnten Beiträge in der Bütt. Für die Tanz- und Showeinlagen sorgten die Heiligenstädter Funkengarde, das Ballett des BCC, die Batterschen Funken und das Uderaner Mädchenballet. Die musikalischen Sketche und Beiträge stammten von Elger Kohlstedt, Heidemarie Liepe und Maria Kaufhold, Bernd Löffler, von lngolf und Knut sowie von Frank und Frank. Die Möhrenkönige hatten ihren Carneval zurück!

Quellen: Eichsfelder Wochenblatt, TA, TLZ u.a.