Bürgermeister Bernd Beck darf seit gestern wieder regieren. Eine närrische Abordnung des HCV hatte im Stadthaus Position bezogen, um ihm den zu Saisonbeginn am 11. 11. 2009 mit viel Kampfeswillen abgenommenen symbolischen Rathausschlüssel wieder auszuhändigen. Das war wegen dienstlicher Termine am Aschermittwoch nicht möglich gewesen. Für das Stadtoberhaupt gab es von HCV- Vizepräsidentin Monika Ausmeier, mit Grüßen vom Präsidenten Volker Lamprecht, einen Karnevalsorden und von Peter Frey einen Aktenkoffer voller Spritzen in respektabler Größe. Nicht im medizinischen Sinne anzuwenden, sondern als "Finanzspritzen" für die Kommune. Außer den genannten hatten die HCV- Mitglieder Ursula Lisker, Jochen Jähnel sowie das Prinzenpaar Andrea I. und Hermann I., im bürgerlichen Leben Andrea und Hermann Weber, mit Jette (3) am Konferenztisch Platz genommen. Noch zweimal wird das Prinzenpaar seine Aufgaben wahrnehmen: Am 11.11. und zur Narrenkonferenz im Herbst 2010. Jette gefällt es, wie die HCV- Mädchen tanzen und sie möchte später selbst mitmachen. Das war das Stichwort, um in der einstündigen "närrischen", aber ernsthaften Begegnung auf die gute Gemeinschaft im fast 180 Mitglieder zählenden Verein und auf die alle Generationen ansprechenden Darbietungen hinzuweisen. HCV- Besuche in Senioreneinrichtungen der Kreisstadt gehören selbstverständlich zum Programm. Audienzen führten HCV-Mitglieder und das Prinzenpaar nach Geisleden, Heuthen, Silberhausen und Beuren. Ebenfalls wichtig: nicht jedes Mitglied steht mit einer grandiosen Tanzdarbietung oder einer wohlgeschliffenen Büttenrede im Rampenlicht. Viele sind zuständig für Gastronomie, Ordnung im Saal, Einlass, Garderobe und saubere Sanitäranlagen.
Bernd Beck erinnerte an die letzte Karnevalsveranstaltung des Heiligenstädter Vorgängervereins 1966 im Eichsfelder Hof; über den Neubeginn 1994 wurde gesprochen, die Zeit im Mainzer Hof und über den ersten Umzug im Jahr 2000. Beim Stichwort "Umzug" fielen lobende Worte für Polizei und Bauhof. Steigende Tendenz bei den Besucherzahlen verzeichnet auch der Weiberfasching am Fetten Donnerstag, der zum dritten Mal stattfand. Dieses Angebot war als ein Versuch gestartet worden. Die Stadthalle wird von allen als bestens geeigneter Veranstaltungsort angesehen, darin eingeschlossen, die für Besucher "unsichtbaren" Räumlichkeiten zum Umkleiden.
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